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Position der Alten Feuerwache Köln zur Debatte um das Planungsverfahren Ebertplatz.

Seit der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 11.03.2021 wird das Planungsverfahren zum Ebertplatz wieder öffentlich diskutiert. Für viele unerwartet steht dabei nun zur Debatte, lediglich die ebenerdige Variante beim Umbau des Platzes zu berücksichtigen.

In den letzten Tagen haben sich der Brunnen e. V., Bürgerverein Eigelstein und der Bund Deutscher Architekten Köln bereits zu diesen Entwicklungen geäußert. Wir unterstützen ihre Forderungen ausdrücklich, weiterhin beide Planungsvarianten bei der Zukunft des Ebertplatzes zu verfolgen.

Als Alte Feuerwache Köln engagieren wir uns seit vielen Jahren zum Ebertplatz und haben in der Zwischennutzung den Auftrag, Partizipation von Anwohner*innen der angrenzenden Stadtteile zu gewährleisten. Daher sprechen wir uns gegen die Reduzierung auf eine Planungsvariante und für einen umfassenden Beteiligungsprozess aus.

In den letzten drei Jahren haben sich viele Menschen und Organisationen mit ihren Vorstellungen eingebracht und für den Platz engagiert. Sollte die Politik beschließen, die weitere Planung nur auf eine Variante zu reduzieren und damit eine wesentliche Entscheidung für die Zukunft des Platzes zu treffen, würde damit aus unserer Sicht das bisherige Beteiligungsverfahren massiv infrage gestellt und abgewertet. Zu befürchten ist dadurch eine Erfahrung der Nichtwirksamkeit in gesellschaftspolitischen Prozessen, die zu Vertrauensverlust in politische Systeme und weniger Bereitschaft zu Beteiligung führt. Das steht der Stärkung einer lebendigen Demokratie entgegen.

Zudem sehen wir die Gefahr, dass die Verengung auf eine Planungsvariante auch im weiteren Verfahren Möglichkeiten zur Mitsprache mindert. Der Ebertplatz ist weit über Köln hinaus zu einem Symbol lebendiger partizipativer Stadtgestaltung und einer Vision zukünftigen urbanen Zusammenlebens geworden. Eine Entscheidung gegen die Planung in zwei Varianten würde einen Bruch in dem bisherigen zukunftsweisenden Prozess mit Vorbildcharakter bedeuten.

Die Alte Feuerwache steht für kritische Auseinandersetzung, Eigeninitiative und gesellschaftliches Miteinander. Dementsprechend fordern wir Politik und Verwaltung der Stadt Köln auf, sich für ein möglichst partizipatives Verfahren einzusetzen, das den Verbleib von zwei Planungsvarianten für den Ebertplatz einschließt.

Kontakt

Jasmin Caspary
Birgit Breuer

Tel. 0151.53 50 08 84
jasmin.caspary@altefeuerwachekoeln.de

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