Haushaltsentwurf der Stadt Köln

Haushaltsentwurf der Stadt Köln: Massive Kürzungen für die Kölner Bürgerzentren

Die Stadt Köln hat am 02.09. ihren Haushaltsentwurf 2027/28 in den Rat eingebracht und deutlich gemacht, dass die Stadt auf schwere Zeiten zusteuert. Um das Haushaltsloch zu stopfen, soll gespart werden – ab 2028 auch bei den Kölner Bürgerzentren.

Gregor Kirchner und Anke Schmitz-Traoré, Geschäftsführung der Alten Feuerwache Köln, haben dazu im Kölner Stadt-Anzeiger Stellung bezogen: 

„Wir als Alte Feuerwache Köln reagieren mit großer Sorge auf die im Entwurf vorgesehenen Kürzungen – für das eigene Haus, die Bürgerzentren und freie Szene der Stadt insgesamt. Nach dem vorliegenden Entwurf sollen die kommunalen Zuschüsse der Alten Feuerwache (wie für alle anderen Zentren) im Jahr 2028 um rund 29 Prozent gekürzt werden. Eine Kürzung in dieser Höhe gefährdet den Großteil der pädagogischen, kulturellen und partizipativen Angebote. 

Der mögliche Wegfall von freien Projektgeldern trifft das Haus darüber hinaus ebenfalls massiv, da ein Großteil der inhaltlichen Arbeit durch Projektanträge finanziert wird. Zudem ist geplant, die Gelder für die Ehrenamtskoordination der freien Träger vollständig zu streichen. 

Kürzungen in dieser Höhe gefährden die Stabilität und den Fortbestand des Hauses und treffen vorrangig die Schwächsten in unserer Gesellschaft – Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren und Seniorinnen und Geflüchtete –, die keine Stimme in unserer Gesellschaft haben. 

Die Alte Feuerwache trägt schon heute über die Hälfte ihrer Betriebskosten durch eigene Anstrengungen, Vermietungen und eingeworbene Projektmittel. Dieser Spielraum ist nach Jahren steigender Kosten – bei Energie, Personal und laufendem Betrieb – weitgehend ausgeschöpft. 

Kürzungen in dieser Größenordnung lassen sich nicht mehr durch Effizienzsteigerungen auffangen, sondern gehen unmittelbar zulasten der Angebote für Kinder, Jugendliche, junge Frauen und Queers, für geflüchtete Menschen und für die vielen selbstorganisierten politischen und kulturellen Gruppen im Haus.

Die Alte Feuerwache fordert die Rücknahme der geplanten Kürzungen der institutionellen Förderungen und Projektmittel der freien Szene.“

Zum Beitrag auf ksta.de

Kontakt:

Gregor Kirchner
gregor.kirchner@altefeuerwachekoeln.de