Theater als Medium zur Bildung: Mehr als 20 Jahre bestehen Kooperationen der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft mit indonesischen Frauengruppen. Lena Simanjuntak hat mit marginalisierten Gruppen Stücke erarbeitet, in denen sie in eigenständigen Theaterinszenierungen ihre lokal-spezifischen Probleme darstellen.
Diese Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen und geschlechtsspezifischen Konflikten auf der Bühne belegt das spezifische Interesse an lokalen wie allgemeinen Gegensätzen und Widerständen – und zeigt konstruktive Lösungsansätze der Grassroot-Frauen auf. Die Theaterarbeit unterstützt Prozesse der Selbstvergewisserung und -behauptung. Sie sind insofern ein Bildungsinstrument. Dazu liegen eine Reihe von Dokumentarfilmen aus der ganzen Projektarbeit von Herri Ketaren vor, in denen die Entstehungsprozesse und die Auswirkungen dieser Art von Empowerment geschildert werden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des 75-jährigen Bestehens der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft statt.
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