Das Zentrum | Geschichte

Geschichte der Alten Feuerwache Köln


1890
Fertigstellung der Gebäude und Nutzung durch die städtische Feuerwehr.

Die Anfänge
1974

Der Rat der Stadt Köln beschließt, nach dem Umzug der Feuerwehr die Gebäude abzureißen und ein Wettkampfschwimmbad zu bauen.

1977
Gründung des Vereins „Bürgerzentrum Alte Feuerwache e. V.“ (BAF) mit dem Ziel, den Gebäudekomplex zu erhalten und darin ein Bürger-, Kommunikations- und Kulturzentrum einzurichten.

1978
Die Stadt strebt den Erhalt der Gebäude und die Umnutzung als Bürgerzentrum an. Mit dem ersten „Veedelsfest“ startet die provisorische „Zwischennutzung“.

1985
Vereinsmitglieder pflanzen 21 Platanen auf dem Hof der Alten Feuerwache. Der Rat der Stadt Köln beschließt mit 44 zu 41 Stimmen, dass das Zentrum in freier Trägerschaft zu führen ist.

1986
Die Alte Feuerwache wird vom BAF e. V. betrieben, die Stadt zahlt einen jährlichen Zuschuss. Der Rat der Stadt beschließt die Renovierung und den Umbau der Gebäude.

1993
Kürzungen der städtischen Zuschüsse gefährden die Existenz der Alten Feuerwache. Nutzer*innen, Vereinsmitglieder und Mitarbeiter*innen – unterstützt von Presse, öffentlichen und privaten Geldgeber*innen – schaffen es, das Haushaltsloch so weit zu füllen, dass der Bestand der Feuerwache vorerst gesichert ist.

1994
Der Kampf um die Existenz wird zur ständigen Aufgabe der Alten Feuerwache. Fantasie und Visionen für die Zukunft geben Mut: Neues entwickeln, Offenheit und Toleranz fördern, ökologisch arbeiten, alternative Politik aktiv vertreten, Freiräume und Experimentierfelder schaffen.

Die 00er Jahre
Die Alte Feuerwache hat sich zu einem professionell betriebenen Zentrum entwickelt. Wesentliche Elemente der Selbstverwaltung – wie selbstbestimmtes Arbeiten oder flache Hierarchien – sind weiterhin Bestandteil des Konzepts und der Praxis. Das Zentrum ist regional und international vernetzt mit politischen und künstlerischen Initiativen und Organisationen.

Die Alte Feuerwache führt ein Qualitätsmanagement ein und schärft ihr inhaltliches Profil – sowohl in ihren jeweiligen Einzelbereichen als auch im Hinblick auf das gesamte Zentrum.

Trotz wachsender Aufgaben bspw. in der Mittelakquise und der Öffentlichkeitsarbeit wird der städtische Betriebskostenzuschuss weiter gekürzt.

Die 10er Jahre
Die interkulturelle und internationale Ausrichtung der Alten Feuerwache findet ihren Ausdruck in der Mitgliedschaft bei Trans Europe Halles, einem europäischen Netzwerk von unabhängigen Kulturzentren.

Mitte der 2010er Jahre wird mit der Stadt Köln vereinbart, dass der Betriebskostenzuschuss jährlich steigt. Damit ist der Abwärtstrend in der Finanzierung gestoppt.

Die Wagenhalle der Alten Feuerwache wird mit Mitteln der Stadt Köln und des Landes NRW kernsaniert und 2019 wiedereröffnet. Neben Kunst- und Kulturfestivals sind hier junge Künstler*innen sowie Kulturschaffende mit Zuwanderungsgeschichte zu Gast. In der multifunktionalen Halle finden Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen statt.

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